Wie aus einer Idee „AHOI 800“ wurde

Ein Rückblick auf unser großes Kirchspieljubiläum

AHOI 800

Manchmal braucht es nur einen einzigen Funken, um ein ganzes Dorf zu begeistern. Bis zu einer unserer ersten Arbeitskreissitzungen sprachen wir alle eigentlich immer nur recht trocken vom „Kirchspieljubiläum 2020“ – bis Iris Brandt plötzlich das Wort „AHOI“ in den Ring warf. In diesem Moment machte es bei allen Beteiligten klick, und wir waren uns sofort einig: Diese vier Buchstaben sind ein echter Volltreffer!

Denn hinter „AHOI“ verbirgt sich das Herzstück unserer Gemeinschaft. Es steht für Altendorf, Hüll, Osten und Isensee – jene vier Ortsteile, aus denen das Kirchspiel Osten bereits seit dem Jahr 1220 besteht. Das Kind hatte nun also einen Namen, aber es fehlte noch etwas fürs Auge: ein einheitliches Erkennungsmerkmal mit echtem Wiedererkennungswert.

Aus den vielen Ideen, die wir an diesem Abend sammelten, setzte ich mich an den Schreibtisch. In stundenlanger, akribischer Kleinarbeit entwickelte ich als Sprecher der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit das offizielle AHOI-Logo. Als kreative Grundlage diente mir dabei das Logo, das ich schon Jahre zuvor für den „Oste-Fährentag“ entworfen hatte. Auf der nächsten Sitzung wurde der Entwurf von allen Beteiligten einstimmig beschlossen. Das Logo hat eine tiefe symbolische Bedeutung: Es zeigt unsere vier Ortsteile, die zusammen in einem Boot – unserer Kirche – sitzen und gemeinsam alle Höhen, Tiefen und jeden Sturm der Geschichte meistern.

Ein Denkmal, das bleibt

Am 21. Oktober 2019 beschloss der Arbeitskreis, dieses besondere Symbol für die Ewigkeit festzuhalten. Das Logo sollte auf einem Gedenkstein direkt an der Kirche angebracht werden. Nach meiner digitalen Vorlage fertigte die Firma Bütje eine wunderschöne Plakette aus robustem Cortenstahl an. In einer feierlichen Stunde durften wir den fertigen Gedenkstein schließlich am 11. Juli 2021 enthüllen – eine bleibende Erinnerung an 800 Jahre gemeinsame Geschichte. Neben dem Logo durfte ich übrigens auch die offizielle Festschrift zu unserem großen Jubiläum gestalterisch umsetzen.

Ein Fest, vier starke Säulen: Unsere Planungen hinter den Kulissen

Um ein solches Mammutprojekt auf die Beine zu stellen, haben wir die Aufgaben im Festkomitee auf vier tatkräftige Arbeitsgruppen (AG) verteilt, von denen jede ein zentrales Aufgabenfeld übernahm:

AG Festakt: Diese Gruppe kümmerte sich mit unendlich viel Herzblut um das eigentliche Festwochenende vom 19. bis 21. Juni 2020 – mit allem, was an Organisation, Ablauf und Programm dazugehörte.

AG Öffentlichkeitsarbeit / Festschrift: Zusammen mit meinem großartigen Team durfte ich diesen Bereich leiten. Von Flyern über Plakate bis hin zur kompletten Medienarbeit und der Erstellung der Festschrift liefen hier die Fäden zusammen, um unser Jubiläum weit über die Grenzen der Elbe-Weser-Region bekannt zu machen.

AG Nachhaltigkeit: Hier ging es darum, bleibende Werte für das gesamte Kirchspiel zu schaffen. Ein absolutes Highlight waren die Pflanzaktionen: Satte 800 Bäume wurden im gesamten Kirchspiel in die Erde gebracht – großzügig zur Verfügung gestellt von Jürgen Buhrfeind. Auch das Aufstellen der verschiedenen Gedenksteine fiel in diesen Bereich.

AG Außendarstellung: Diese Gruppe sorgte dafür, dass das Jubiläum für jeden im Straßenbild sichtbar wurde. In enger Zusammenarbeit mit den Einwohnern aller Ortsteile wurden liebevolle, riesige Strohfiguren zu historischen Themen wie der alten Ziegelei oder der traditionellen Getreideernte gezimmert. Die geplante Radtour entlang dieser Strohpuppen war ein echtes Erlebnis.

Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger, der Vereine und aller Institutionen bei unseren Arbeitstreffen war von Anfang an riesengroß. Genau dieses großartige Miteinander hat gezeigt:

Wir alle hier im Norden halten zusammen – denn wir alle sind AHOI 800!

Festschrift AHOI 800
AHOI 800

Die Festschrift zum Kirchspieljubiläum kann hier online gelesen werden

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